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05-2020 bis 11-2020
Obermenzinger Grünflächenverein fordert "Unbedingter Erhalt der Menzinger Erdbeerenwiese/-feld und kein Durchstich Prof. Eichmann/-Wöhlerstraße"

02-2019
Obermenzinger Grünflächenverein fordert Anwendung der städtebaulichen Erhaltungssatzung auch für das nördlich der Verdistraße gelegene Obermenzing

02-2019
Obermenzinger Grünflächenverein stellt sich hinter das Volksbegehren zum Artenschutz „Rettet die Bienen“ und fordert Mitbürgerinnen und Mitbürger zur Unterschrift auf



05-2020

Unbedingter Erhalt der Menzinger Erdbeerenwiese/-feld und kein Durchstich Prof. Eichmann/-Wöhlerstraße

Brief an die 2. Bürgermeisterin  vom 03. Mai 2020

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, 
sehr geehrte Frau Habenschaden,

die Kommunalwahlen haben stattgefunden, der Koalitionsvertrag von Grün-Rot ist unterzeichnet, der neue Münchner Stadtrat hat sich neu konstituiert und Sie sind ab jetzt Münchens neue zweite Bürgermeisterin. Dazu dürfen wir Ihnen aufrichtig gratulieren!

Gleichzeitig aber wollen wir an unser Schreiben vom 2. März 2020 zum unbedingten Erhalt der Menzinger Erdbeeerenwiese/-feld und dem drohenden Durchstich Prof. Eichmann/Wöhlerstraße erinnern. Denn unser Einsatz für den dringenden nötigen Erhalt der Menzinger Erdbeerwiese/-feld als Frischluftschneise und wichtige Grün- und Freifläche geht weiter und lässt sich auch durch die Corona-Pandemie nicht ausbremsen.

Wir hoffen inständig, Sie und Ihre nicht unerwartet so stark gewordene Stadtratsfraktion dabei eng an unserer Seite zu wissen und setzen darauf, dass nunmehr ernsthaft für die Allacher CS-Realschule und die neue Allacher Berufsfeuerwehr neue Standorte in Allach selbst gesucht und gefunden werden.
Als in Aubing wohnhafte und langjährige Kommunalpolitikerin kennen Sie den Münchner Westen und wissen, dass es genügend dafür geeignete Standorte in Allach gibt!

Die beiden Vereine Freunde Obermenzing und Menzinger Grünflächenverein sowie die eigens gegründete Initiative Grünes Obermenzing, vor allem aber die mittlerweile weit über 3.000 Unterschriftleistenden Menzinger Bürgerinnen und Bürger für den unbedingten Erhalt der Menzinger Erdbeerwiese/-feld freuten sich darüber und über Ihre Antwort als nunmehr zweite Münchner Bürgermeisterin sehr!

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Ellmaier
Grünflächenvereinsvorsitzender

Stadt hält an Plänen fest: Die Erdbeerwiese bleibt Schulstandort - Feuerwache soll auf Sportgelände

04.11.2020, Hallo München,
Redaktion: Ursula Löschau

 
 

Die Stadt hält an der Erdbeerwiese als Schulstandort fest. Die BAs stimmen sich bis Anfang 2021 ab.

Die Realschule entsteht auf der Erdbeerwiese, die Feuerwache West kommt wahrscheinlich auf das Sportgelände an der Von-Kahr-/ Professor-Eichmann-Straße. Die Stadtverwaltung bleibt dabei: Der Neubau der Carl-Spitzweg-¬Realschule soll auf der sogenannten Erdbeerwiese an der Weinschenkstraße und Bauseweinallee entstehen. Als Standort für die neue Feuerwache West wird weiter ein Teil des Sportgeländes an der Von-Kahr-/ Professor-Eichmann-Straße favorisiert.
 
Das ist das Ergebnis einer Besprechung der beteiligten Referate mit Vertretern der betroffenen Bezirksausschüsse Allach-Untermenzing (BA 23) und Pasing-Obermenzing (BA 21).
 
Diese werden sich nun zunächst nichtöffentlich in den Fraktionen und Unterausschüssen damit auseinandersetzen, bevor die BAs gemeinsam die Untersuchungsergebnisse und Vorschläge der Verwaltung diskutieren und die Öffentlichkeit beteiligen werden.
Das haben die Viertel-Chefs Frieder Vogelsgesang (CSU, BA 21) und Pascal Fuckerieder (SPD, BA 23) nach besagter Besprechung übereinstimmend auf Hallo-Anfrage erklärt.

Neubau der Carl-Spitzweg-¬Realschule kommt auf die Erdbeerwiese

Im März hatten die BAs der Verwaltung eine Reihe von Prüfungsaufträgen erteilt. Vor allem ging es darum, ob es sowohl für die Schule als auch für die Feuerwache geeignete Alternativstandorte gibt. Im Viertel rund um die Erdbeerwiese stoßen die städtischen Pläne nämlich auf heftigen Widerstand (Hallo berichtete). „Nach Auffassung von Planungs-, Bau- und Schulreferat sind die vorgeschlagenen Alternativstandorte aus jeweils unterschiedlichen Gründen aber nicht hinreichend für die erforderlichen Raumprogramme geeignet“, berichtet Vogelsgesang.
Zumindest sei die Planung soweit überarbeitet worden, dass „von dem zuerst massiven Bauprogramm einzelne Bausteine herausgenommen wurden“. Zufriedenstellend sei das Ergebnis aber noch nicht. „Trotz der umfangreichen Arbeiten der Planer zeigt sich, dass noch viele Fragen im Raum stehen, die eine Prüfung erfordern“, so der Vorsitzende des BA 21.
„Es wird noch viele Hausaufgaben an die Referate geben“, erklärt auch der BA-23-Chef. Für diese weiteren Prüfungsaufträge wollen sich die Viertelgremien bis Januar 2021 Zeit lassen. Bis dahin sollen auch Corona-geeignete Formate für eine intensive Bürgerbeteiligung entwickelt werden.


02-2019

Obermenzinger Grünflächenverein fordert Anwendung der städtebaulichen Erhaltungssatzung auch für das nördlich der Verdistraße gelegene Obermenzing

Der Verein zur Schaffung und Erhaltung von Grünflächen in Obermenzing („Grünflächenverein OM“) begrüßt ausdrücklich die Aufstellung und Evaluierung von Rahmenplänen für Münchner Stadtviertel mit Gartenstadtcharakter. Besonders freut uns die Empfehlung in der Beschlussvorlage des Planungsreferats Nr. 14-20/ V12716 „Gartenstädte – Erhalt des Charakters und bauliche Entwicklung - Rahmenplanungen“, die Ziele der Rahmenpläne dann durch die Aufstellung einfacher Bebauungspläne (Baulinien und-grenzen) auch durchzusetzen.

„In die Rahmenpläne muss aber auf alle Fälle noch eine Empfehlung zu Maßnahmen für den Erhalt und/oder die Schaffung naturnaher Gärten aufgenommen werden“,  fordert der langjährige Ex-Bezirksausschussvorsitzende Andreas Ellmaier für den Grünflächenverein Obermenzing. Die Biodiversität ist in den Gartenstadtgebieten naturgemäß sehr hoch, was va. an den naturnah gestalteten Gärten und den verwilderten Bereichen größerer Gärten liegt. Auch wegen der Stadtökologie müssen deshalb Vorgartenbereiche, Grenzbereiche mit Großbäumen und grüne Rückräume erhalten werden, so wie es in den Rahmenplänen auch formuliert ist.

„Indes haben wir überhaupt kein Verständnis für die erneut abschlägige Beurteilung der städtebaulichen Erhaltungssatzung durch das Münchner Planungsreferat“, so Ellmaier weiter.  
 
Viele deutsche Städte wenden dieses Instrument mit Erfolg an. Nur die LH München ist nach wie vor nicht bereit, dessen Einsatz zum Schutz unserer Gartenstadtgebiete überhaupt ernsthaft zu prüfen und dann dem hiesigen Stadtrat vorzuschlagen. „Kurzum: Was in vielen anderen Städten seit Jahren erfolgreich und gängig ist, kann auch für die bayerische Landeshauptstadt nicht per se falsch sein und ohne ernsthafte Prüfung weiterhin schlicht abgelehnt werden!“ ärgert sich Ellmaier`s Mitstreiterin Angelika Schervier. 

Ja, es erhärtet sich der Eindruck, dass städtebauliche Erhaltungssatzungen als forciertes Baugeschehen sicher erschwerende Instrumente von der LH München einfach nicht gewollt sind, weil es dann sicher zu deutlich mehr Schwierigkeiten käme und die hohe Zahl einfach zu genehmigender Nachverdichtungen sich dann nicht mehr so leicht erreichen lässt.

„Das Münchner Planungsreferat und dessen Lokalbaukommission wollen schlicht das Bauen von Wohnungen um jeden Preis und nehmen keinerlei Rücksicht auf Gartenstadtviertel, unser Grünflächenverein stattdessen will den Erhalt und das Bewahren von Stadt- und Lebensqualität in Obermenzing sicherstellen und dazu eine maßvolle und wohl überlegte Nachverdichtung!“ erklärt Grünflächenverein-Chef Andreas Ellmaier.

„Die Anwendung der städtebaulichen Erhaltungssatzung eröffnete indes dem Münchner Planungsreferat die Möglichkeit, Bauunternehmungen wie privaten Bauherrn zu einem verträglicherem Umgang mit gewachsenen baulichen wie natürlichen Strukturen in unseren Münchner Stadtviertel zu „ermutigen“. Der Erhalt eines lebenswerten Ortsbildes, einer besseren Klimaanpassung sowie der Erhalt von Biodiversität und Biomasse auf öffentlichen Grünflächen wie in privaten Gärten wären die (Er)Folge“, erläutert Architektin Schervier.

Deshalb fordert und beantragt der Grünflächenverein Obermenzing die Anwendung der städtebaulichen Erhaltungssatzung auch für das nördlich der Verdistraße, beidseitig der Bahnstrecke München-Ingolstadt gelegene Obermenzing.



02-2019

Obermenzinger Grünflächenverein stellt sich hinter das Volksbegehren zum Artenschutz „Rettet die Bienen“ und fordert Mitbürgerinnen und Mitbürger zur Unterschrift auf

Der Verein zur Schaffung und Erhaltung von Grünflächen in Obermenzing („Grünflächenverein“) unterstützt das Volksbegehren zum Artenschutz „Rettet die Bienen“, für das sich Bayerns Bürger ab dem 31. Januar in den Rathäusern eintragen können.
 
Das Volksbegehren heißt zwar „Rettet die Bienen!“, letztlich hat es aber zum Ziel, die Artenvielfalt zu erhalten. Viele Pflanzen- und Tierarten gehen in ihrem Bestand zurück, bei Insekten sind es schon bis zu 75 Prozent. Daher soll das Bayerische Naturgesetz angepasst werden, um auf diese Weise den Rückgang der Arten zu minimieren. Mit der Umsetzung von Biotopverbünden, dem verstärkten Ausbau von naturnaher statt industrieller Landwirtschaft, dem Schutz von Alleen und Hecken, sowie vielen weiteren Maßnahmen wird das Bayerische Naturschutzgesetz so ergänzt und verbessert, dass Tiere und Pflanzen überleben können.

„Unser Grünflächenverein steht voll hinter den Forderungen dieses Volksbegehrens , denn sie sind ein wichtiger Schritt hin zur Trendwende und bringen eine substanzielle Verbesserung für den Artenschutz“, erklärt der langjährige Ex-Bezirksausschussvorsitzender Andreas Ellmaier für den Grünflächenverein Obermenzing. „Jeder Autofahrer weiß, dass noch vor wenigen Jahren regelmäßig die Windschutzschreibe von vielen kleinen Mücken, Fliegen ua. Getier gereinigt werden musste. Das muss man in München und Umgebung schon lange nicht mehr, nicht weil sich etwa die Autoscheiben von selbst reinigen, nein, nur deshalb nicht, weil es viel zu viele Insekten schlicht nicht mehr bei uns gibt! Das geht uns alle an, weshalb private wie öffentliche Grünflächen noch viel stärker geschützt werden müssen.“, sagt Ellmaier. 


Das Bündnis Gartenstadt München, dem der Grünflächenverein Obermenzing beigetreten ist, unterstützt mit seinen zahlreichen Vereinigungen und Initiativen zum Erhalt und Ausbau von privatem und öffentlichen Grün aus diesem Grund ebenfalls das Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Ab 31. Januar startet die zweiwöchige Eintragungsfrist, d.h. bis einschließlich 13. Februar 2019 besteht dann die Möglichkeit, sich für dieses Volksbegehren einzutragen. „Bei uns im Münchner Westen geht das auch im Pasinger Rathaus in der Landsberger Straße 486 und zwar im barrierefreien Raum 40 im Altbau“, so Ellmaier weiter.

Wer wegen Krankheit oder körperlicher Behinderung während der gesamten Eintragungszeit nicht oder nur unter unzumutbaren Schwierigkeiten in der Lage ist, einen Eintragungsraum aufzusuchen, kann auch eine Hilfsperson mit der Eintragung beauftragen. Hierfür wird ein Eintragungsschein benötigt, der beim Wahlamt der LH München schriftlich (auch per E-Mail oder Fax) beantragt werden kann.

„Wichtig ist, dass sich in den nächsten 2 Wochen möglichst viele von uns tatsächlich ins Rathaus aufmachen und dort unterschreiben, denn eine amtliche Wahlbenachrichtigung gibt es keine!“, wirbt der Grünflächenverein Obermenzing nachdrücklich für das anstehende Volksbegehren „Rettet die Bienen“.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Ellmaier
Grünflächenvereinsvorsitzender