Bürgerinitiative 
Keine 280 Bettplätze am Obermenzinger S-Bahnhof!

Aufruf/Unterschriftenaktion
In der Bauseweinallee 8 soll eine Unterkunft für Flüchtlinge und Wohnungslose entstehen. Geplant sind 280 sog. Bettplätze, zudem ein Supermarkt im Kellergeschoss, ein Kindergarten und weitere Ärztepraxen. Die Stadt München hat diesen Standort am 15.10.2015 im Stadtrat so beschlossen.

Ein privater Investor will diesen Neubau auf seinem Privatgrundstück am S-Bahnhof Obermenzing errichten. Die Stadt München wird dieses Gebäude von 2019 an verpflichtend für 15 Jahre lang anmieten. 280 sog. Bettplätze für anerkannte Flüchtlinge und Wohnungslose sind an diesem Standort eindeutig zu viel.

Deshalb fordern wir die Stadt München auf, den og. Stadtratsbeschluss aufzuheben. 

Vorgeschlagen wird ein Mix aus Unterkünften für Wohnungslose, Sozialschwache und anerkannte Flüchtlinge, barrierefreien Wohnraum für Senioren sowie bezahlbare Wohnungen für alleinerziehende Mütter und kinderreiche Familien.Aufruf/Unterschriftenaktion

Bürgerinitiative 
Keine 280 Bettplätze am Obermenzinger S-Bahnhof!


Landeshauptstadt München Sozialreferat, 
Amt für Wohnen und Migration 
Orleansplatz 11 
81667 München

Unterbringung von Wohnungslosen in der 
Bauseweinallee 8

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Ausschuss für Standortangelegenheiten für Flüchtlinge wurde am 15.10.2015 das Objekt Bauseweinallee 8 als Objekt zur Unterbringung von Wohnungslosen beschlossen.
Das Objekt Bauseweinallee 8, Flurstück 1151/23 mit 516m2 Fläche wird als privates Grundstück beschrieben, auf dem ein Neubau mit 280 Plätzen für den Wohnungslosenbereich und ein großer Spielplatz im Außenbereich erstellt werden soll.

Im uns vorliegenden Schreiben vom 26. 08. 2016 ergänzt das Büro der Referatsleitung, Stab Flüchtlinge, Öffentlichkeitsarbeit, diesen Sachstand um die Angaben, dass ein Arztezentrum und ein Nahversorger in das Projekt aufgenommen werden sollen.
In der Sitzung des BA 21 am 4. 10. 2016 wurde auf verschiedene und mehrfache Fragestellungen zum Thema der Nutzung des Flurstückes vom Sprecher des Sozialrefe-
rates erklärt, dass vieles derzeit noch nicht konkret sei, auch, ob das Vorhaben jemals in der vorbeschriebenen Form verwirklicht werden solle. Auch die Verkehrsan-
bindung sei noch komplett offen.

Das Sozialreferat wurde in der Sitzung vom BA einstimmig um eine zeitnahe Unterrichtung über etwaige Konkretisierungen gebeten. Bislang ist in dieser Sache aber noch nichts erfolgt.

Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass das Grundstück Bauseweinallee 8 mit 516 m2 Grundfläche, und nur um dieses Grundstück geht es im vorgenannten Beschluss, für die geplante Nutzung nicht ausreicht, es sei denn, man baute dort ein Hochhaus mit 8-10 Stockwerken und min. 2 Kellergeschossen. Für einen Kinder- Spielplatz reichte der Platz dann schon nicht mehr.
Die Verkehrsanbindung dieses Grundstückes kann nur über anliegende Flurstücke erfolgen, die wiederum nicht Inhalt des Beschlusses sind. Die Verkehrsbelastung der reinen Anlieger-T Wohnstraße Bauseweinallee an der Einbiegung in die Verdistraße ist bereits heute, ohne Zusatzbelastung aus Individual- und Zulieferverkehr der geplanten Neubebauung, katastrophal und lässt keine weitere zusätzliche Belastung zu.
Wir sind sehr wohl der Meinung, dass das Wohnungslosenproblem äußerst akut ist und vernünftige Lösungen erfordert. Übereilte und, wie oben beschrieben, unüberlegte Ansätze bringen uns aber hier nicht weiter.


Deshalb fordern wir, den bestehenden Stadtratsbeschluss wieder aufzuheben.

Unser alternativer Vorschlag ist es, die Örtlichkeit für Unterkünfte aus einem Mix aus Wohnungslosen, Sozialschwache, anerkannte Flüchtlinge sowie Senioren, alleinerziehende Mütter und kinderreiche Familien zu nutzen und dies in einer angemessenen Gesamtzahl. 280 geplante Bettplätze sind aber eindeutig zu viel.

Die Forderung nach Aufheben des Beschlusses und unser Vorschlag wird von vielen Bürgern aus unserem Stadtteil und von der unmittelbaren Nachbarschaft komplett unterstützt.

Wir haben seit einigen Tagen Kenntnis darüber, dass, im krassen Gegensatz zu der Aussage des Beschlusses vom 15. 10. 2015, und weitere Beschlüsse sind uns jedenfalls vor Ort nicht bekannt, eine Bebauung der zusammengefassten Flurstücke von zu mindest Nr. 1151/30 und 1151/23 erfolgen soll. Danach sollen drei massive Wohnblöcke mit jeweils 4 Obergeschossen und zwei Kellergeschossen zur Genehmigung eingereicht sein.

Aus alledem fordern wir das Sozialreferat deshalb zudem nunmehr auf, ausreichend zu informieren, angepasste Planungsziele zu erarbeiten und alle Fakten zu dem Projekt Bauseweinallee 8 endgültig und vollständig auf den Tisch zu legen und dies, bevor etwaige Genehmigungsersuchen verhandelbar werden.

Wegen der Brisanz und Bedeutung des o. g. Vorhabens haben Abdruck/Kopie dieses Schreibens Frau Sozialreferentin Dorothee Schiwy , Bürgermeisterin Christine Strobl, Bürgermeister Josef Schmid, OB Dieter Reiter sowie der örtlich zuständige Bezirks-
ausschuss Pasing-Obermenzing, dort der Vorsitzende Romanus Scholz und Stephan Pilsinger erhalten.

Uwe Lange, Bauseweinallee 31, 81247 München 
Johanna Braun, Rathochstrasse 5, 81247 München 
Andreas Ellmaier, Döbereinerstr.18A, 81247 München 
Rudolf Lauw, Karwinskistrasse 1, 81247 München 
Hagen Ludwig, Karwinskistrasse 3B, 81247 München